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Zwischenstand “Zielerreichung”

Ich hatte ja hier schon was von “Zielen” erzählt… So sieht es mittlerweile aus:

Aktuell:
Tradi: 65,3%
Mystery: 20,6%
Multi: 9,83%

Vorher:
Tradi: 66,6%
Mystery: 19,9&
Multi: 9,24%

Clo goes T5

Naja, das ist etwas übertrieben. Aber gestern war der Tag, an dem ich mich das erste Mal an ein Seil gewagt habe (den Kletterpark zähle ich jetzt nicht).
Unter fachkundiger Anleitung (vielen Dank!) stieg ich ein wenig am Seil auf (wirklich nur n wenig. 2,5m oder so…) um dann auch wieder am Seil runterzukommen.
Für mich war es sehr anstrengend, weil ich noch viel aus den Armen gemacht habe, was ich ja gar nicht brauche.
Nun heißt es: weiter üben und dann irgendwann kann ich auch noch den Cache an der Dürsberger Nordwand heben. Nicht heute, nicht morgen. Aber irgendwann. :-D

T5 Tetraeder

…Gestern morgen war es soweit und wir trafen uns mit ein paar Kletterern am Tetraeder.
Das Wetter war super und so konnte der Mann sich hier schön abseilen.

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Neue Regel: Kritik äußern nur bei vielen versteckten Dosen erlaubt

Gestern waren wir unterwegs – ein paar Mysterys einsammeln. Ein Tradi lag auf dem Weg.
Haben wir dann auch mit eingesammelt. Ein Waldgebiet. Eine Filmdose. Unter Moos versteckt.
Der Hint “Am Baum”.

Ich loggte also, dass ich nie verstehen werde, warum man in so nem Gebiet eine Filmdose nimmt, wo doch so herrlich viel Platz sei für was größeres. Und dass ich den Hint für überflüssig halte. Bedankte mich für den Cache. Fertig.

Abends trudelte dann eine email bei mir ein.
Ich zitiere:
Hallo KiCloTo,
irgend jemand hat immer etwas zu “kacken”, das zeigte sich wieder einmal bei deinem Logeintrag im Linneper Forst #3. Jemand der eigentlich nur auf Kosten anderer seinem Hobby nachgeht – also nur nimmt und nicht gibt, sollte sich eher ein wenig zurücknehmen. Mehr als 1800 caches geloggt und lediglich einen einzigen eigenen Mistery – eine super Bilanz.
Also, mein Vorschlag ist, Du nimmst den negativen Akzent hinsichtlich Dosengröße und Hint aus deinem Log heraus – und gut ist. Andernfalls werde ich deinen Logeintrag löschen.
In diesem Sinne. Happy hunting.
Aputto

Hm!
Erst wollte ich ihm antworten. Dann habe ich meinen Log abgeändert in: TFTC und seine email eingefügt.
2 Minuten später trudelte die Loglöschung hinein. Ich wollte ihm erst anschreiben, dass es verboten ist – schließlich stehe ich im Logbuch. Ich hab dann neu geloggt mit +1, fertig.
Mich ärger das.
Ich kenne viele, die Suchen unter dem einen Namen und Verstecken unter einem anderen. Völlig legitim.
Ja, wir haben nur 1 Mystery versteckt, aber ehrlich. Bevor ich Filmdosen in den Wald werfe, nur um Dosen zu verstecken, ne – da lasse ich es lieber.

Ich hab auch überlegt, ob ich die Mails an Groundspeak schicke – schlicht aus dem Grund, dass Log löschen, wenn man im Logbuch steht einfach nicht ok ist. Aber ich petze lieber hier. Auf meiner Spielwiese.

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GC3HFZ3 – Holger’s letzter Weg

Wer Lust auf einen netten Rätselnachmittag hat ;-):
Bitte sehr!

Empfehlung.

Madame Chaos geht 1000 tanzende Träume träumen

Tjoahr. Aber nicht zu Ende geträumt.

Vorgestern Abend beschloss ich, die 10km “Wanderung” durch’s Rotbachtal mit Hund am Freitag zu absolvieren. Der Tag fehlte uns noch in der Tagesmatrix, der Mann musste arbeiten und ich hab frei. Passt also. Abends schon mal das Listing ausgedruckt mit den Bonusbildern und dann auf den nächsten Tag gefreut.

Und der begann mit Regen. Naja auch gut. Soll nicht sein. Ab auf die Couch mit Big Bang Theory.
Auch schön.
Am Mittag hörte es dann aber wieder auf und so packte ich doch noch meinen Krempel zusammen, fütterte das GPS und die GC-Buddy App und wartete darauf, dass die Waschmaschine fertig würde. Dachte noch so bei mir “Listing nicht vergessen und ne Taschenlampe könntest auch noch mitnehmen, man weiß ja nie”.
Regenjacke, Kamera eingepackt, Batterien im GPS gewechselt. In den Rucksack geworfen und ab dafür – erst noch Proviant n Form von Müsliriegeln, Bananen und Wasser kaufen.

Um 15.35h stand ich auf dem Parkplatz. Kurz vorher schoss mir durch den Kopf “BÄM, Listing liegt zu Hause.” Also das Foto auf’s Äpfelchen gezogen, reicht. Ersatzakku hatte ich auch dabei (reiner Instinkt) – wohl wissend, dass der Ersatzakku nicht ganz voll sein würde. Der Plan war: Mit dem GPS den Multi ablaufen, mit dem Äpfelchen die Wegpunkte des Bonus um Fotos zuzuordnen. Außerdem auf dem GPS die Tradis im Auge behalten, die dort auf dem Weg liegen.
Huch, Taschenlampe auch vergessen. Naja. In 3 Stunden isset noch hell.

Proviant in den Rucksack geworfen, GPS angemacht…aber…NEEEIIIN leere Akkus! Das hat man davon, wenn man sich nie selber kümmert, man wird nachlässig. Wieso hab ich das Drecksdingen nicht zu Hause getestet??
Selber Schuld. Ein Blick auf das Äpfelchen: 80%. Naja mit Ersatzakku wird’s gehen. Ich brauch ja nur 3-4 Stunden…
Und dann setzte mein Gehirn auch schon aus. Ich war völlig überfordert: Wegpunkte vom Bonus im Auge behalten, Stationen vom Multi und Tradis am Wegesrand. WTF! Auf den ersten Metern verlor ich meinen Ohrring, also wieder umgedreht, Ohrring gefunden. Und dann der Gedanke “Wieso zeigt GC Buddy mir keine erste Station? Och, der Bonus hat die gleiche Wegführung wie der Multi, passt dann ja – ist bestimmt am Wegpunkt A” (sowas schwachmatisches…) Wegpunkt 1 angelaufen, Bild zugeordnet, nach Koordinaten gesucht..Nix gefunden. Frust. Gedacht “Egal, ich weiß ja den Weg, lauf ich weiter…” nen Tradi eingesammelt und dann kam die Erleuchtung… Wie doof wäre das denn, wenn Stationen mit Wegpunkten übereinstimmten?? Ich bin ja sowas von hohl. Also die 1,5km Luftlinie wieder zurück.
Zum Zugang. Ein Blick: Yes, Koordinaten gefunden. Super. Nicht, dass ich nicht da auch vorhin schonmal hingeguckt hätte. Koordinaten notiert, auf dem Äpfelchen geschaut, ob die nächste Station oder das nächste Bild zuerst kommt (kack-Arbeit) und wo der nächste Tradi ist und weiter ging es.
Relativ flüssig – war ja auch einfach. Die Koordinaten waren ja extra nicht schwer versteckt, es ging ja um das Wandern an sich. Darum hab ich den ja allein gemacht.
Zwischen 3 und 4 haderte ich mit der Wegführung. Querbeet konnte ich mir nicht vorstellen. Eine Topo-Karte hatte ich aber auch nicht so richtig zur Verfügung und die Äpfelchen-Karte befriedigte mich auch nicht. Also Querbeet. An Station4 dachte ich “Hm..” und fand nix. 30 Minuten gesucht. Geflucht. Per Whatsapp beim Mann beschwert. “Musste nochmal genauer gucken…” Ah ja. Klar.
Danke.
Egal. Ich lauf dann halt ohne S4 weiter. Und dann zog ich doch noch nen Facebook-Joker, der glücklicherweise sofort reagierte… Also wieder 700m (soweit war ich mittlerweile) zurück. WIE KONNTE ICH DAS BITTE ÜBERSEHEN??? Notiert, weiter geht’s. Noch n Tradi eingesammelt am Wegesrand, Fotos zugeordnet, die nächste Station fix gefunden, weiter… Doch dann…S6 wollte sich nicht zeigen. Gesucht, gesucht, mt Hunden gespielt und deren Herrchen gequatscht, weiter gelaufen, umgedreht, nochmal gesucht… Doof. Mittlerweile war es halb acht, der Akku war auch nicht mehr der beste, so dass ich den Ersatzakku anschloss. Mit To telefoniert.
Schultern gezuckt und weiter gelaufen, noch n Tradi gesucht und dann beschlossen, dass ich nur noch die Bilder zuordne und dann nach Hause gehe. Egal.
Plötzlich sah ich ne Cacher-Autobahn zu nem Baum, um nen Baum. Jippieh – ich war wieder im Rennen… Koordinaten notiert, losmarschiert. Ein Pärchen mit 3 Hunden getroffen, mit denen nett gequatscht, sie überholt…Dann umgedreht, weil mein Pfeil plötzlich davon sprach, ich hätte mich in der Richtung vertan. Im Vorbeigehen sagte ich “Huch, verlaufen…” Ein paar Meter weiter…Zickte der Pfeil wieder rum. Doch die andere Richtung??? Von hinten rufen die Stimmen “Alles klar? Sollen wir helfen?” Ich rufe zurück “Ne, alles Paletti” und drehe wieder um. Die beiden warten auf mich. Ich erkläre ihnen kurz, dass ich Koordinaten hinterherlaufe, um hinterher ne Tupperdose zu finden und mittlerweile so 15km auf dem Buckel habe und dass ich auch gleich am Ziel bin. (Sind 9 Stationen. 7 hatte ich). Und dann bog ich wieder in’s Unterholz ab. Und traf die beiden dann nochmal wieder – die hatten den richtigen Weg benutzt :-D Ich scherze noch “Dann bis gleich” und er sagt “Ne, wir sind gleich am Parkplatz”…ich laufe weiter und höre hinter mir dann plötzlich wieder Rufe “Schaffste das denn noch, wenn du schon so weit gelaufen bist noch bis zum Parkplatz?” Ich rufe zurück “Ja, bis 30km bin ich getestet…” (wollte nicht mit 45km prahlen *lach) Und dann ein Blick auf den Akku! FUCK! 4% und der Ersatzakku lädt nicht mehr…NEEEIIIN! Kurz Tobi Bescheid sagen, auf die Karte gucken und ab zum Auto. Zack – Äpfelchen aus! So und nu? Et ist 20.30h, ich stehe im Bachtal, habe keine Ahnung, wo ich bin und wo der Parkplatz ist. Fein. Hm. Naja, erstmal weiter bis zur Station… Zeit für Panik ist immer noch. Glücklicherweise ging das Handy nochmal an. Karte angeguckt. Tobi Bescheid gegeben, der schreibt zurück, dass ich auf dem Weg in die Zivilisation bin.Gut, der Weg geht auch fast nur noch gradeaus. Schaff ich. Ohne Panik. Glaub ich.
Handy wieder aus. Und ich laufe weiter und weiter. Kacke, ist das lang. Meine Unruhe überträgt sich auf den Hund. (Meine Bananen sind mittlerweile gemampft. 3 ich – 1 der Hund!) Kurz überlege ich, ob ich doch heule. Nutzt ja aber nix. Also laufe ich 5 Minuten. Habe aber ein ungutes Gefühl, was die Richtung angeht. Ich laufe dem Sonnenuntergang entgegen. Also nach Westen. Die Überlegung nutzt mir aber auch nix. Oh, Handy geht wieder an. KARTE GUCKEN! DRINGEND! FUCK – Falsche Richtung. Ich bin fast am falschen Ende des Waldes angekommen. 21h. Ich gebe Info an Tobi “Falsche Richtung. Ich muss nach Osten! Nicht nach Westen! Im Osten ist der Parkplatz. Ich laufe jetzt immer gradeaus bis zum Ende und dann rechts”. Damit der Mann weiß, wo er mich ggf zu suchen hat. Er konnte meine Bewegung ja bislang live verfolgen. Ich liebe diese App. Und dann ruft Mama an. Bei 3% Akkuleistung. Keine Chance.
Muss ich schellen lassen.
Während ich so umdrehe, überlege ich nochmal, ob es Zeit ist, in Panik auszubrechen. Und die Taschenlampe liegt daheim. Wer weiß, wie weit ich noch laufen muss… Ein Ende ist nämlich nicht in Sicht. Aber auch niemand anders mehr. Und so laufe ich und laufe. Halte ein bisschen Kontakt zu Tobi. Und hab die Karte immer im Blick. Und was seh ich da? Ich komm an dem Wegpunkt vorbei, wo mein Akku versagte. Och, dann kann ich ja noch kurz nach der Station gucken. Jippieh! Gefunden. Cool. Dann frage ich Tobi, ob Mama angerufen hat. Jap. Er hat gesagt, er wüsste nicht, wo ich bin. Schien ihm sicherer zu sein, als zu erzählen, dass ich allein im Wald steh und nicht weiß, wo ich bin :-) (und im Kopf hatte er schon den Notfallplan *g). Nach der Info will ich gerade ne SMS an Papa schicken, als Mama wieder anruft. Ich geh also ran und sage in Kurzform “Mama, Akku gleich alle, ich bin noch unterwegs, melde mich”. Puh. Geschafft. Und dann bin ich auch am Ende des Weges angekommen. Um 21.15h. Nur noch rechts. Hm, sieht alles so unbekannt aus. Hier soll mein Auto sein? Hier soll ich schon mal langekommen sein?? Jawoll! In 400m Entfernung steht das Auto! Hach, was bin ich froh.
Im Auto guck ich dann erstmal nach (ist ja noch ein bisschen hell), wie weit die nächsten Koordinaten entfernt sind. Aber die Füße brennen, die Archilles-Sehne tut weh, der Hund ist auch kaputt und ich auch. Was ein Abenteuer!
617m trennen mich vom Wegpunkt. Egal. Ich komme wieder.
:-)

Der Spaziergang im Rotbachtal ist superschön und der Cache ist wirklich ein toller Spaziergang. Mit 10km sollte man hinkommen. Ich werde es verdoppelt haben, weil ich diverse Male umgedreht bin. Aber egal.
Ende gut, alles gut. Um 22h bin ich zu Hause. Immerhin hab ich 3 Tradis eingesammelt *g.
Hätte ich die Winke des Schicksals vorher betrachtet – hätte ich gewusst, dass es kein guter Tag war, um alleine cachen zu gehen ;-)

Edit: Danke, Dietmar für den Hinweis, dass es das Rotbachtal war. Ich gehe mich dann mal schämen.

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