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Einmal mit Profis

Gestern ging ich endlich wieder geocachen. Sollte nur ein Abzählmulti auf einem der farbigen Wanderwege hier in Cismar sein, etwas, das also auch ich hinbekomme. Viel Zeugs musste man auch nicht mitschleppen, perfekt.
So starteten der Hund, mein neues GPS Gerät und ich gestern morgen frohen Mutes auf der roten Strecke. Das GPS und ich sind, was cachen angeht, noch keine richtigen Freunde. Und so meinte es plötzlich, dass ich mich auf der weißen Route befinde. Keine Ahnung, was ich da wieder für nen falschen Knopf gedrückt habe… Schlussendlich entschied ich mich, mit GC Buddy zu arbeiten. Powerbank war eh mit dabei, von daher kein Problem. Beim Parken noch gedacht, dass ich die Infotafel mit den Wanderwegen fotografieren muss, es dann aber doch vergessen und die erste Station hab ich dann auch direkt mal nicht fotografiert.
Zwischen Station eins und zwei bemerkte ich, dass ich wie so ein Anfänger ohne Kugelschreiber losmarschiert war. Ob sich einer im Auto befindet, wusste ich auch nicht, von daher – egal. Geh ich halt ohne. Matsche und ein Stock wird es schon richten. Also außer, es ist ein Nano. Wollen wir nicht hoffen.

Die Stationen waren für mich wie gemacht, gucken, zählen, höchstens noch einen Buchstaben in eine Zahl umwandeln. Voll easy. An Station 3 kamen mir Radler entgegen, zwischen Station 3 und 4 tauchten sie plötzlich wieder von hinten auf und fragten, ob ich mich wohl hier auskenne. Ähm. Ne. “Wir suchen einen Stein…” Ähm. Es stellte sich heraus, ebenfalls Cacher. Auf einem der Wanderwege. Der blaue. Ja, den mach ich ja auch gerade (der aufmerksame Leser wird wissen, dass das bereits eine Lüge war) und so herrschte erstmal Verwirrung, wie es sein kann, dass mein Listing keinen Stein hergibt. Das Geheimnis habe ich dann aber doch gut lösen können und wir diskutierten ein bisschen rum, weil die beiden nicht so recht wussten, wie es weiter geht. Wir lachten, weil der Tag bei beiden etwas unrund läuft. Ich erzähle, dass ich ohne Kulli unterwegs bin. In der Zwischenzeit bemerkte ich auch, dass ich zwar die (volle! – immerhin) Powerbank mit hatte, aber irgendwie habe ich wohl vergessen, das Ladekabel aus dem Auto mitzunehmen. Schlau. Wir vergleichen die Karten, grübeln, in welche Richtung die beiden wohl müssen…”Hast du das Schild am Eingang fotografiert?” “Ne, ich wollte, hab ich aber nicht” “Ja, wir auch nicht. Verdammt”. Irgendwann setzt mein Gehirn ein: Ähm. Warte mal. Ich hab doch die einzelnen Stationen vorgegeben. “Ne, bei uns nicht”. Aha. Ich sehe aber welche, wenn ich in das blaue Listing gucke. Haha. Voll witzig. Alles gut. Unsere Wege trennen sich.

Ein paar Minuten später kommen die zwei nochmal hinter mir hergedüst: Hier, darf ich dir das geben?
Ein pinker Kugelschreiber! YEAH! Meine Rettung. In Pink.

Nach der letzten Station berechne ich das Final und marschiere los. 700m. Irgendwann bemerke ich: der Pfeil auf dem Kompass passt nicht zur Umgebung. Hmpf. Also doch den Checker bemüht. Falsch. WTF??? Wie jetzt? Ich musste doch nur abzählen… Glücklicherweise hatte ich einen Geistesblitz und der Checker wurde grün. Das Final ging dann auch wieder recht fix :-)

Danach machte ich noch den zweiten Wanderweg. Und was soll ich euch sagen? Hier benötigte ich diverse Anläufe mehr für den Checker. “Oh, die Station gab es in dem roten Weg auch, cool”. Ja stimmt. Sowas ähnliches gab es. Die Aufgabe war aber eine andere. Dauerte etwas, bis ich das schnallte. Denn vorher hatte ich noch andere Varianten ausprobiert und irgendwann schon gar keine Übersicht mehr, was ich schon geändert hatte und was nicht. ABER: ich hatte Stationsfotos. Ha!

Als ich nach erfolgreichem Final im Auto sitze, stelle ich fest: Mist! Es gab doch einen Bonus. Haha.
Natürlich habe ich keine der beiden Zahlen notiert. Wie gut, dass es noch 2 Wege gibt, die noch auf mich warten. Kann ich die anderen beiden auch noch notieren.
Einmal mit Profis. Sag ich ja!